Baumangel Heizung – Teil 2

Die Firma, die wir dann mit der Wartung der Heizung beauftragten, korrigierte so ziemlich alle Einstellungen der Wärmepumpe und kontrollierte auch noch den Verteiler, führte jedoch keine Druckkontrolle durch. Wie üblich wurde Sole aufgefüllt und zunächst funktionierte auch alles wie es sollte. Allerdings ist die Belastung des Solekreislaufs im Sommer auch nur minimal.

Im kommenden Winter dann, als die Wärmepumpe wieder kräftig heizen musste, fiel der Druck des Solekreislaufs dann auch wieder auf 0 bar ab. So war die nächste Mängelanzeige zunächst per email fällig.

Von: K.
Gesendet: Donnerstag, 15. März 2012 09:09
An: G.
Betreff: Wieder Heizungsprobleme

Sehr geehrter Herr G.,

leider sind wieder Probleme mit unserer Heizung aufgetreten. Wie schon vor einem Jahr zeigt der Ausgleichsbehälter für die Sole keinen Druck mehr an (laut Nibe Installateurshandbuch sollte er mindestens 1.5 bar betragen). Dieser erneute Druckabfall spricht für ein undichtes System. Wie sollen wir verfahren. Soll ich eine Mängelanzeige machen – oder welchen Weg schlagen Sie vor?

Ich freue mich von Ihnen zu hören.

Mit freundlichen Grüßen
K.

Auf die Mail wurde umgehend reagiert und die Fa. D. vorbeigeschickt, die wie üblich Sole auffüllte, abwiegelte, drei Alarmmeldungen im Nachgang an der Heizung provozierte (die ich aber selber beheben konnte, nach telefonischer Rücksprache). Da wieder nur die Symptome und nicht die Ursachen bearbeitet wurden, fiel der Druck natürlich auch gleich wieder ab und er tut es auch weiterhin.

Da diese Situation natürlich unbefriedigend ist sendete ich folgendes Schreiben an den T&C Franchisepartner:

Image

Auf dieses Schreiben erfolgte keine Reaktion. Deswegen legte ich dann am 08. Mai nach:

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Am 14. Mai startete dann der Franchisepartner den Versuch die Verantwortung von  sich auf uns zu übertragen und sich so aus der Angelegenheit herauzuschwindeln (Anm. Fa. Z ist die, die wir ein Jahr zuvor selbst beauftragt hatten). Der Bauleiter von des Franchisepartners schrieb:

Sehr geehrter Herr K.

bezugnehmend auf Ihr Schreiben sind wir der Meinung, dass die beschriebenen Druckschwankungen durch das Arbeiten der Soleflüssigkeit und durch Entlüften der Sole aufgetreten sein können. Wenn das Absorberfeld undicht wäre, würde der Druck auf 0 bar fallen, da es der tiefste Punkt im System ist. Desweiteen verweisen wir auf das Protokoll der Fa. Z., worin bestätigt wurde, dass der Kollektor i. O ist. In diesem Zusammenhang weisen wir darauf hin, dass durch die Arbeiten der Fa. Z. am Solesystem (Verteiler) die Garantieansprüche an die Fa. J. u. somit an Fa. D. erst ab Soleeingang Nibe-Heizung bestehen.

Freundlich grüßt Sie

Meine Antwort darauf:

Sehr geehrter Herr G., sehr geehrter Herr W.,

vielen Dank für Ihre Antwort, die ich gerne kommentieren möchte. Da Sie versuchen einen Teil Ihrer Verantwortung auf die Fa. Z. abzuwälzen, habe ich diese in den Verteiler der email aufgenommen.

  1. Ich habe keine Druckschwankung – dies würde ja einen erneuten Anstieg nach einiger Zeit und das Einpendeln auf einen bestimmten Wert implizieren – sondern einen Druckverlust, der kontinuierlich und nicht reversibel auftritt beschrieben.
  2. Vielen Dank für Ihren Hinweis, dass der Druck auf 0 bar fallen müsste, wenn das Absorberfeld undicht wäre. Genau dies ist mehrfach geschehen, Ihnen auch mehrfach so angezeigt worden und überhaupt der Grund für die wiederholten Mangelanzeigen.
  3. Die Fa. Z. konnte nicht bestätigen, dass der Kollektor in Ordnung ist, da er niemals von der Fa. Z. bezüglich der Dichtigkeit geprüft worden ist.
  4. Die Fa. Z. hat bei der Wartungsarbeit vergangenes Jahr lediglich Sole nachgefüllt und die Wärmepumpe eingestellt. Es wurden keinerlei Arbeiten am Absorberfeld durchgeführt.
  5. Ihre Folgerungen, dass durch die Wartungsarbeiten der Fa. Z.unsere Garantieansprüche gegenüber der Fa. J. für einen Mangel, der von Anfang an bestand und auch schriftlich nachgewiesen wurde in irgendeiner Weise beinträchtig oder reduziert wären, ist absurd und wird von uns in aller Deutlichkeit zurückgewiesen.
  6. Schließlich möchte ich Sie noch daran erinnern, dass die Fa. Z. nur deshalb von uns beauftragt wurde, weil Sie unsere Mangelanzeige damals nicht entsprechend fristgerecht bearbeitet haben. Dies ist ja unstrittig und durch Ihre Übernahme der Rechnung ja auch so bestätigt worden.

Ich fordere Sie deswegen noch einmal in aller Form und Höflichkeit auf Ihren Teil zur Erkundung und Behebung des Mangels beizutragen, wie in unseren Schreiben vom 18.04.2012 sowie 08.05.2012 dargestellt.

Um weitere Spekulationen oder Meinungen woher der Druckverlust stammen könnte (es kann sich ja auch um eine andere Komponente und nicht um das Absorberfeld handeln) auf eine objektive Grundlage zu stellen, fordere ich Sie auf zunächst eine Druckprüfung mit 10 bar des Kollektorfeldes, wie es beim Einbau üblich ist (entsprechend der beiliegenden Seite aus der Beschreibung von Nibe) durchzuführen. Da Nibe, wie dort zu lesen ist, ja eine 10-jährige Garantie auf die Absorbermatten gibt, wäre das ja sicher auch in Ihrem Interesse, da ja auch ein Fabrikationsfehler vorliegen könnte.

Wegen des kommenden Feiertages sind wir bereit die gesetzte Frist erneut zu verlängern und fordern Sie nun letztmalig auf die Druckprüfung des Absorberfeldes sowie der übrigen Komponenten des Solekreislaufs bis spätestens Mittwoch, den 23. Mai 2012 durchzuführen, um den Mangel an unserer Heizungsanlage endgültig zu beheben.

Bitte teilen Sie mir mit, ob Ihnen die email als Schriftform ausreicht oder ob ich Ihnen den Text auch als Fax zusenden soll.

Mit freundlichen Grüßen
K.

Wie üblich dann einen Tag vor Ablauf der Frist die Antwort von T&C:

Sehr geehrter Herr K.,

Bezug nehmend auf Ihr Schreiben vom 15.05.2012 setzen wir Sie in Kenntnis, dass

wir selbstverständlich eine Gewährleistung und Garantie übernehmen, die eindeutig auf unsere Leistung zurückzuführen ist.

Da zwischenzeitlich eine andere Fachfirma mit der Abdichtung und Dichtheitskontrolle des Verteilers und Absorbers beauftragt war, und laut Rechnungslegung die Arbeiten auch durchgeführt hat, sehen wir uns nicht veranlasst den Mangel zu beseitigen, solange er nicht eindeutig uns zugeordnet werden kann.

Freundlich grüßt Sie

Meine Antwort:

Sehr geehrter Herr G.,

durch Wiederholung von unwahren Aussagen, werden sie nicht wahrer. Die Fa. Z. ist mit der Überprüfung des Systems beauftragt gewesen, da Sie Ihren Pflichten nicht nachgekommen sind. Fa. Z. hat keine Abdichtung des Verteilers oder der Absorber (hierzu hätten Sie ja die Matten freilegen müssen) durchgeführt.

Ihrem Schreiben entnehme ich, dass Sie offensichtlich nicht auf unsere Mängelanzeige reagieren wollen. Ich werde die Kontrolle des Solesystems also selbst beauftragen und Ihnen dann die Rechnung zukommen lassen. Spätestens dann wird sich ja zeigen auf wessen Leistung der Mangel zurückzuführen ist. Sollten Sie die Rechnung nicht bezahlen wollen, können wir das ja dann per Gericht entscheiden lassen.

Ich habe unsere Hausakte durchgesehen und leider festgestellt, dass uns keine Kopien der Druckprüfungsprotokolle, wie sie in der Installationsbeschreibung der Kompaktabsorber erwähnt werden, vorliegen. Bitte reichen Sie uns diese doch umgehend nach, gemeinsam mit einer Bestätigung, dass und wann die Protokolle an die Fa. Nibe gesandt wurden. Nur dann können wir unter Umständen die Herstellergewährleistung in Anspruch nehmen.

Mit freundlichen Grüßen
K.

Wie sich die Sache inzwischen weiterentwickelt hat – und es kam noch DICKER – werde ich dann im Teil 3 beschreiben.

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3 Kommentare

  1. Bert

    Wie ging es denn weiter?
    Bin gespannt auf die Fortsetzung

  2. Sven

    Auf Teil 3 bin ich auch gespannt. Wir haben ein ähnliches Problem. Wir haben zwei Erdbohrungen je 80m Tiefe und verliefen pro Jahr ca. 1 bar. Neubau 2008. Es wurde bisher alle zwei Jahre Sole nachgefüllt. Jetzt haben wir wieder nur 1 bar. Ich war nun schrifllich tätig und habe als Anwort erhalten: Bei Arbeiten am Solesystem wird Luft eingebracht, welche im Laufe der Zeit entweicht. Und: Geringfügige Temperaturschwankungen in der Sole bzw. Erde verursachen ebenfalls Schwankungen im Soledruck und sind unvermeidlich. Als weitere Vorgehensweise wird eine jährliche Wartungsvereinbarung angeregt. EIN WITZ!

  3. HerrBert

    Wo bleibt Teil 3 ?

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